Sonntag, 22. Juli 2012

Beschneidung: „Bei jedem fünften Säugling gibt es Probleme“

Beschneidungszeremonie in Indonesien

Der Urologe Professor Dr. Maximilian Stehr plädiert für die Beschneidung frühestens bei Jugendlichen. Dem Mediziner zufolge zeigen Untersuchungen, dass es bei jedem fünften Säugling nach der Operation Probleme gebe, die zum Teil schwerwiegend seien.

Frage: Herr Stehr, Ihr Verband hat das Kölner Urteil zum Verbot von Beschneidungen begrüßt. Warum wollen Sie Juden und Muslime diskriminieren?

Maximilian Stehr: Darum geht es überhaupt nicht. Aber für mich als Arzt steht das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit im Vordergrund. Dieses Recht kann auch durch religiöse Motive der Eltern nicht ausgehebelt werden. Die Einwilligung der Eltern für eine Operation an einem Kind ist aus gutem Grund nur rechtswirksam, wenn sie dem Wohle des Kindes dient. Auch unser ärztliches Berufsethos verpflichtet uns, Eingriffe nur vorzunehmen, um den Patienten zu helfen und sie zu heilen. Das ist bei einer Beschneidung, die ausschließlich religiöse Gründe hat, nicht der Fall.

Frage: Ist es nicht auch zum Wohle des Kindes, dass es mit der Beschneidung vollwertiges Mitglied in der Religionsgemeinschaft der Eltern wird?

Stehr: Ich fordere ja kein vollständiges Verbot von rituellen Beschneidungen. Ich plädiere aber für einen Aufschub. Der Eingriff darf erst erlaubt sein, wenn der Junge die Tragweite der Operation sowie die Vor- und Nachteile selbst übersehen kann. Wenn Eltern mit ihren 14- oder 16-jährigen Söhnen zu mir kommen und der Junge die Beschneidung will, dann habe ich nichts dagegen.

Frage: Vor allem die jüdische Religion schreibt jedoch eine sehr frühe Beschneidung vor.

Stehr: Das stimmt. Doch es kann doch kein Argument sein, dass etwas seit circa 4000 Jahren so gemacht wird. Heute bewerten wir das Selbstbestimmungsrecht des Kindes anders als früher. Im Übrigen haben mir jüdische und auch muslimische Mitbürger berichtet, dass Kinder durch den Aufschub der Beschneidung keine sozialen Nachteile erleiden müssen, also zum Beispiel den Ausschluss aus der Religion. Schon immer galt zum Beispiel Krankheit als Grund für einen Aufschub. Warum dann nicht das Zugeständnis zur eigenen freien Zustimmung?

Frage: Studien zeigen beispielsweise, dass die Aids-Gefahr durch Beschneidungen sinkt.

Stehr: Diese Studien wurden in Afrika erstellt und haben auch nur dort Gültigkeit. Auf Deutschland, wo die Aids-Rate um Dimensionen niedriger liegt, kann man diese Erkenntnisse nicht übertragen. Und nur zur Erinnerung: Ich plädiere für einen Aufschub der Beschneidung. Säuglinge können sich doch nicht über Geschlechtsverkehr infizieren, sondern werden meist vorgeburtlich über die Mutter mit Aids infiziert, und zwar mit Vorhaut oder ohne. [1]
[1] Gil Yaron, ein jüdischer Arzt, der vor der Frage stand, ob er seinen Sohn beschneiden lassen soll, schrieb: In der Universitätsbibliothek von Jerusalem suchte ich nach Studien, die eindeutig die Vorteile männlicher Beschneidung erweisen. - Vergeblich. Zwar entdeckte ich, dass die Beschneidung dem künftigen Neffen [Sohn der Schwester, die ihren Sohn nicht beschneiden lassen wollte] eindeutig Vorteile verschaffen würde, aber nur wenn er in Afrika aufwüchse. Die Gefahr, sich mit HIV anzustecken, sinkt um 60 Prozent. Er und seine Partnerinnen liefen weniger Gefahr, Papillomaviren zu bekommen und eines Tages an Penis- oder Gebärmuttermundkrebs zu erkranken oder an anderen Geschlechtskrankheiten wie Chancroid, Syphilis, Herpes, einer Harnwegsinfektion. Doch in Deutschland bietet ein Kondom weitaus besseren Schutz - fast 100 Prozent. [2]

[2] Mir scheint, hier wird die Reinlichkeit vollkommen vernachlässigt. Für manch einen scheint es offensichtlich nicht üblich zu sein, sich auch nach dem Geschlechtsverkehr zu waschen. Wenn das geschieht, haben Geschlechtskrankheiten kaum eine Chanche, zumindest bei Männern.
Frage: Aber es schadet doch nicht, oder?

Stehr: Wir reden hier nicht über einen läppischen Eingriff! Untersuchungen zeigen, dass es bei jedem fünften Säugling nach der Operation Probleme gibt. Sie sind zum Teil so schwerwiegend, dass noch einmal operiert werden muss. Es gibt Nachblutungen, Narben, häufig später eine Verengung der Harnröhrenöffnung, und sogar teilweise Amputationen des Gliedes habe ich gesehen. Abgesehen davon dürfen wir mögliche Auswirkungen auf die Sexualität nicht außer Acht lassen, über die immer wieder von Betroffenen berichtet wird.

Frage: Was kann denn passieren?

Stehr: Die Vorhaut stellt letztlich eine erogene Zone dar. Die schneidet man einfach weg. Das bleibt doch nicht folgenlos. Männer, die später beschnitten wurden und damit einen Vorher-nachher-Vergleich haben, berichten daher auch von einer geringeren [sexuellen] Sensibilität nach dem Eingriff.

Prof. Dr. Maximilian Stehr ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie. Er praktiziert in der Kinderchirurgischen Klinik der Universität München. Dort werden seit Jahren keine Beschneidungen aus religiösen Gründen mehr vorgenommen.

Das Gespräch führte Timot-Szent-Ivanyi.

Quelle: Urologe: „Eingriff dient nicht dem Kindeswohl“

Ein klein wenig OT:

Michael C. Schneider: Es wird den Deutschen 2045 genauso ergehen, wie den Armeniern 1915

Dieser Satz blieb mir beim Lesen des etwas längeren Artikels von Rechtsanwalt Michael C. Schneider im Gedächtnis haften. Er sagt klipp und klar das, was die deutschen Gutmenschen einfach nicht begreifen wollen, weil sie nur den momentanen Istzustand betrachten, sich aber keine Gedanken darüber machen, was die Folgen der Masseneinwanderung für die Zukunft sein werden. Michael Schneider aber macht genau das. Er wirft einen Blick in die Zukunft. Ich fürchte, daß er mit seiner Vorhersage, daß die Deutschen eines Tages genauso das Opfer eines türkischen Völkermordes werden, wie es einst die Armenier wurden, recht hat. Aber die Muslime werden nicht nur die Deutschen ausrotten, sondern sie werden alle Nicht-Muslime in Europa ausrotten, die nicht bereit sind, dem Islam beizutreten. Und ich fürchte, daß dies nicht erst 2045 geschieht, sondern noch wesentlich früher. Michael Schneider schrieb:
Am 13.10.2010 zeigte ich an einem historischen Beispiel, wie türkisch-muslimische Integration abläuft: Nicht der Türke und Muslim integriert sich, sondern die anderen werden, sind sie erst einmal in der Minderheit, mit Zwang, Gewalt und schließlich Ausrottung integriert. Es besteht keinerlei Hoffnung, dass es den Deutschen 2045 besser ergehen wird als den Armeniern 1915.
Man bedenke, daß auch die Türkei einst ein christliches Land war. Heute sind nur noch 0,1 Prozent aller Türken Christen. Alle anderen hat man entweder ermordet, vertrieben oder zwangsislamisiert. Und heute versucht man in der Türkei, selbst der kleinen Minderheit der Christen, die dort noch lebt, das Leben schwer zu machen. Dabei kommt es immer wieder zu mörderischen Übergriffen. Das Video unten berichtet davon, wie die einst in der Türkei lebenden armenischen, griechischen und syrischen Christen systematisch von Muslimen in der Türkei ermordet wurden. (siehe auch: Die Türkei ist ein riesiger christlicher Friedhof) Der Artikel Die Ausrottung der Christen in der Türkei geht darauf etwas ausführlicher ein.


Video: Der Massenmord der Christen in der Türkei (07:38)

Betroffen von dieser Christenverfolgung bzw. Ausrottung ist allerdings nicht nur Europa, sondern sie findet längst weltweit statt. Volker Zastrow schreibt in der FAZ (Frankfurter Allgemeine) über die Christenverfolgung: „In kaum einer Zeit wurden die Christen so stark verfolgt wie in der Gegenwart... Derzeit vollendet sich offenbar ein Prozess, der schon Jahrhunderte dauert: die Ausrottung des Christentums in der islamischen Welt. Geht all das so weiter, wird es noch in diesem Jahrhundert im Orient, dort wo Christus einst wandelte, dort, wo die Wiege des Christentums ist, so gut wie keine Christen mehr geben.“ Und ich fürchte, dasselbe Schicksal steht Europa im Rahmen der europäischen Islamisierung bevor. Die Europäer wollen es allerdings nicht wahrhaben, weil sie naiv, ohne Kenntnisse über den Islam und bis zur Selbstaufgabe verblödet (politisch korrekt = gutmenschlich) sind.

Siehe auch:
Bei orthodoxer Beschneidung wird Blut des Penis' mit Mund abgesaugt
USA: 209 Jungen verlieren jährlich durch Beschneidung ihr Leben
Beschneidungsritual: Mediziner warnt vor dem Entfernen der Vorhaut
„Faz“: 140 Wissenschaftler plädieren gegen die Beschneidung
„Faz“: Jüdischer Arzt beginnt an der Beschneidung zu zweifeln
Kinderhilfe: Beschneidung ist „Blankocheck für Kindesmisshandlung“
Entschließungsantrag angenommen: Bundestag für Beschneidungen
Beschneidung: Der demütigendste Moment meines Lebens
Beschneidung: Kampagne “Finger weg von meinem Pimmel”
Beschneidung missglückt: Mutter springt aus Fenster - Psychiatrie
Psychologen warnen vor traumatischen Folgen der Beschneidung
Auch SPD will Beschneidung legalisieren
Kölner Urteil: Politiker wollen Beschneidung legalisieren
Necla Kelek: Die Beschneidung – ein unnützes Opfer für Allah
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